Laufen trotz Familienalltag!

Diesen Monat erzählt uns Simon wie er trotz seines Familienalltags mit zwei kleinen Kindern durch Flexibilität und Kreativität regelmäßig laufen kann.
"Kontinuität ist wichtiger als Perfektion, lieber drei kurze Läufe in einer Woche als gar keiner, weil für die ideale Trainingseinheit keine Zeit bleibt."
TraIning und Familienalltag!
Hi, ich bin Simon, einer der Routiniers im Laufteam, und Laufen war lange Zeit ein fixer Bestandteil meines Alltags. Früher habe ich vier- bis fünfmal pro Woche trainiert und regelmäßig an Wettkämpfen teilgenommen. Pro Jahr standen meistens fünf bis zehn Bewerbe auf dem Programm, von kurzen Straßenläufen bis hin zu Ultradistanzen. Mein längster Wettkampf führte über 100 Kilometer und erforderte viele Trainingsstunden sowie eine konsequente Planung. Seit ich vor drei Jahren zum ersten Mal Vater geworden bin und mittlerweile zwei kleine Kinder habe, sieht mein Trainingsalltag allerdings ganz anders aus. Zeitfenster für den Sport sind seltener geworden, spontane Laufeinheiten fast unmöglich. Trotzdem habe ich gelernt, dass Bewegung und Familienleben kein Widerspruch sein müssen. Man braucht lediglich etwas mehr Flexibilität und Kreativität.
Ein entscheidender Helfer dabei ist unser Thule-Laufwagen. Gerade mit kleinen Kindern ist ein Laufausflug oft mehr als nur Sport. Wenn das Wetter passt und eines der Kinder müde wird, schnalle ich es im Wagen an und drehe eine Laufrunde. Das gleichmäßige Rollen, die frische Luft und die Bewegung wirken oft wahre Wunder. Nicht selten schläft das Kind schon nach wenigen Minuten ein, während ich gleichzeitig meine Trainingskilometer sammeln kann. Was früher ein Mittagsschlaf zuhause auf der Terrasse war, wird heute manchmal einfach auf die Laufstrecke verlegt.
Natürlich ersetzt das nicht jede Laufeinheit. Mit einem Kinderwagen läuft man anders als alleine, die Geschwindigkeit ist meist etwas geringer und die Strecke muss sorgfältiger gewählt werden. Aber genau darin liegt auch ein Vorteil. Man nimmt automatisch etwas Tempo heraus, genießt die Umgebung bewusster und konzentriert sich auf die Bewegung statt auf die Stoppuhr.
Ein weiterer Trick besteht darin, Wege zu Ausflügen für sportliche Aktivitäten zu nutzen. Statt immer das Auto zu nehmen, versuche ich regelmäßig, zumindest einen Teil der Strecke laufend zurückzulegen. Geht es beispielsweise zu einem Spielplatz, an einen Badesee oder zu Verwandten in der Nähe, kann der Hin- oder Rückweg gleichzeitig als Trainingseinheit dienen. Während die Familie gemütlich unterwegs ist oder später nachkommt, sammle ich meine Kilometer und integriere den Sport direkt in den Alltag.
Gerade mit zwei kleinen Kindern habe ich gelernt, dass Perfektion im Training selten möglich ist. Nicht jede Woche läuft nach Plan, manchmal wird eine Einheit verschoben oder fällt ganz aus. Früher hätte mich das vielleicht geärgert. Heute sehe ich es entspannter. Kontinuität ist wichtiger als Perfektion. Lieber drei kurze Läufe in einer Woche als gar keiner, weil für die ideale Trainingseinheit keine Zeit bleibt.
Außerdem möchte ich meinen Kindern vorleben, dass Bewegung etwas Positives ist. Sie sehen, dass Sport ein normaler Teil unseres Lebens ist und nicht etwas, das nur dann stattfindet, wenn alle anderen Verpflichtungen erledigt sind. Oft fragen sie schon selbst nach einer Runde mit dem Laufwagen oder freuen sich darauf, unterwegs Tiere, Traktoren oder Baustellen zu entdecken.
Am Ende geht es nicht darum, trotz der Kinder zu trainieren, sondern das Training mit dem Familienleben zu verbinden. Manchmal bedeutet das eine Laufeinheit mit schlafendem Kind im Thule, manchmal einen sportlichen Weg zum nächsten Ausflug und manchmal einfach nur 30 Minuten Bewegung zwischen zwei Terminen. Wer flexibel bleibt und die Möglichkeiten nutzt, die der Alltag bietet, kann auch mit zwei kleinen Kindern regelmäßig laufen und dabei sogar gemeinsame Familienzeit gewinnen.
Liebe Grüße
Simon